Mixtape

Ein bunter Bandsalat aus der Musikkonserve

Geflügel

7 Kommentare

Während überall, ob im Radio oder in irgendwelchen Blogs über Mücken geschimpft wird, die ins Zimmer fliegen und ihre Bewohner pieksen ohne Ende, kommen zu mir ganz andere Viecher.

Nachts um 2 Uhr sprang mein Kater Carlos mit beherztem Sprung vom Tisch auf mein Bett und von dort aus Richtung Teppich. Mehr als ein kurzes Knurren und Gemurmel kommt um diese Zeit von mir aber nicht. Doch plötzlich hörte ich Geraschel und jemanden über den Teppich hopsen. Hmpf! Bitte nicht um die Zeit! Carlos, was machst du denn da schon wieder? Ich mich also aus den Laken gepellt, Richtung Lichtschalter getorkelt und mit verkniffenen Augen geguckt, was der Miezekater da nur wieder macht.
Schluck! Beinahe wäre ich mit meinen bloßen Füßen auf ein grünes Beinchen getreten. Iieh, da lag ja noch eins. Und mittendrin das Fellknäul, dass sich mit einem fingergroßen (!) Grashüpfer vergnügt. Oooch nee! Ehrlich jetzt?! Bäääh, doch nicht in aller Herrgottsfrühe! Woher kommt das grüne Vieh denn?
Los, Carlos, mach kurzen Prozess und friss ihn. Du frisst doch auch Schmetterlinge und Hummeln. Und hier ist doch viel mehr dran.
Nee, hat er nicht gemacht. In einem unbeobachteten Moment habe ich mich dann überwunden und das grüne Vieh mittels Taschentuch genommen und aus dem Fenster geworfen. Args, wie eklig!
Der Kater guckte mich vorwurfsvoll an und mauzte kläglich. Wie konnte ich ihm nur sein Spielzeug wegnehmen?

Wieder hingelegt und mich von der Wärme der Nacht einhüllen lassen. Doch gefühlte zwei Minuten später hörte ich wieder ein Rascheln und jemanden über den Teppich turnen. Oh mann, bitte nicht! Es ist doch noch dunkel draußen. Mit Murmeln und Gebrabbel schlurfte ich wieder zum Lichtschalter. Erneut das grelle, unbarmherzige Licht in den Augen.
Und womit spielte der Kater diesmal? Mit einem schwarzen Käfer, fingernagelgroß. Menno! Wohne ich im Wald oder was?! So saßen der Kater und ich also mitten in der Nacht auf dem Teppich und guckten mehr oder weniger munter (er mehr, ich weniger) wohin das Teil rennt. Bis zum Stuhl konnten wir es noch verfolgen, danach war es weg.
Als ich wieder auf dem Weg zum Bett war, vernahmen meine Ohren ein weiteres Geräusch: Ein fetter Falter flatterte um die hellen Lampen.

Super! Jetzt habe ich irgendwo einen Käfer im Zimmer, zwei Grillenbeine im Mülleimer und einen Nachtfalter in irgendeinem Winkel des Zimmers. Ich möchte nicht wissen, wieviele Spinnen wir jede Nacht übers Gesicht in Richtung Mund laufen… *schauder*

7 thoughts on “Geflügel

  1. Mann, du hast ja einen richtigen Zoo bei dir zu Hause!
    Ich komm dich nie wieder besuchen *panikpanik*
    Aber iiieh, du hast den Grashüpfercorpus einfach so mit einem Taschentuch angefasst? War er da schon tot oder nur beinlos? Bäääh, ich hätte ein Schippchen genommen doer so…

    Ach übrigens: Tolles Foto von Kalli und dem Krabbelkäfer!

  2. Hach diese Zeichnung wieder, süüüüüüüüüß :)))
    Ich muss zugeben, ich glaube ich hätte Carlos gleich mit rausgeschmissen :D Ich bewundere deine Geduld in der Nacht *g*

  3. ich hhätte mich auch einfach umgedreht und ihn machen lassen. Ich würde gar nicht wissen wollen, was er so nachts mit irgendwelchen Viechern treibt.

    Ihhhhh…aber sei froh, dass Du nicht in Australien lebst, da kommen die Kakerlaken nachts aus ihrer Höhle und Anj hat erzähl, dass Chirs erzählt hat, dass sie vom Schreien eines Mitbewohners aufgewacht ist, der eine Kakerlake im Gesicht istzen hatte…..aaaahhhhhh

  4. Iiiieh! Also das wäre richtig abartig! Ein Hoch auf Deutschland ;)

    Ich bin nachts aber wirklich ein stoischer Mensch. Entweder kriege ich gar nichts mit oder nehme Störungen hin, solange sie irgendwann aufhören. Wenn nicht, verstehe ich allerdings auch keinen Spaß und schmeiße den Störenfried raus.

    Der Grashüpfer hat noch gelebt, allerdings zwei Beinchen leichter und sicher auch zerkratzt, das habe ich im Halbschlaf aber nicht gesehen. Wollte ich auch gar nicht. Brrr!

  5. na lecker!

  6. Zerkratzt? Kalli kann einen Grashüpfer zerkratzen, der dann anschließend noch lebt? Naja… wer weiß, wie lange.
    Iiieh ja, die Kakerlakenstory, bääääh! Da gibts noch mehr Beipsiele. Chris‘ Freundin Lydia hat erzählt, dass sie in Australien auf einmal eine Kakerlake im Ausshcnitt sitzen hatte, bäääh und dann später noch einen Frosch im Haar, iiiieh

  7. Ach komm…Frösche sind doch nun wirklich süß (siehe auch meine Frosch-Gute-Nacht-Geschichte)

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