Mixtape

Ein bunter Bandsalat aus der Musikkonserve

Ein doppelter Espresso mit Absinth

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[…] Now I got a good feelin‘
Like I know how Im feelin‘
Scrapin me off the ceiling
Back to that good feeling

You picked a time a very fine time
To look at me you’d see that I was fine
You’re happy too just towing on your line […]                 (Good Feeling – Travis)

*

Mit großem Spektakel ging es los. Die Melodie aus alten Filmen mit dem Löwengebrüll am Ende läutete das Konzert ein. Als die bekannte „Rocky“-Melodie ertönte, schwenkten alle Blicke von der Bühne nach rechts. Vier Männer, eingehüllt in bunte, seidene Boxermäntel bahnten sich ihren Weg zur Bühne, begleitet von Applaus und Freudenjubel. Andere Männer strahlten die vier mit kleinen und großen Taschenlampen an und sorgten für eine Lichtshow der anderen Art. Dank des ulkigen Ansagers wusste jeder die Namen und so betraten Fran, Dougie, Andy und Neil die Bühne, auch bekannt als TRAVIS!

Losgelegt wurde mit „Selfish Jean“, einem der neuen Stücke vom aktuellen Album „The Boy With No Name“. Vom ersten Ton an war ich begeistert, sang und tanzte mit und grinste die ganze Zeit seelig vor mich hin. ^^
Fran Healy versprühte seinen unnachahmlichen Charme, witzelte mit Dougie und war sichtlich gut gelaunt. Ganz glücklich erzählte er zwischen den Stücken auch von seinem Söhnchen, der ihn zum Schreiben von „My Eyes“ inspirierte, ihn aber nicht erkennt, wenn er auf Tour war und dann frisch rasiert wieder nach Hause kommt. Deswegen hat er jetzt den Plan geschmiedet, sich vor dem Kleinen zu rasieren, damit er merkt, dass es auch ohne Bart der Papa ist, der ihn da anguckt. *g*

Travis spielten eine gute Mischung aus Songs vom ersten bis zum aktuellen Album, natürlich auch mit den Klassikern „Sing“, „Why Does It Always Rain On Me“ und „All I Want To Do Is Rock“. Dabei stürzte sich Andy ins Publikum, brachte seine Gitarre bis an den Rand ihrer Schmerzgrenze und rockte sich durchs Publikum, welches ihm das Hemd zerfetzte. Selbst Lieder, die auf dem Album eher ruhig/melancholisch sind, bekamen live viel mehr Power und waren rockiger. So zum Beispiel „Good Feeling“. Auf dem Album eher ein besinnliches Stück, war auf der Bühne durch das Klavier viel rhythmischer. Das Klavier/Keyboard spielte Claes (sprich Claus), ein Schwede, der an diesem Abend seinen ganz besonderen Auftritt bekommen sollte. Claes war noch nie in Hamburg und dachte aufgrund der Klubnähe zur Reeperbahn, dass es „Porn City“ wäre, wo sie gelandet sind. Damit Claes beim Solopart am Klavier auch ordentlich in die Tasten haut, sollte das Publikum etwas Druck ausüben. So bat uns Fran dann also an der Stelle auf Claes mit dem Finger zu zeigen und seinen Namen zu rufen. Hihi, und so wurde aus „Good Feeling“ dann auch „Claes Feeling“.

Das erste Stück der Zugabe war „Flowers In The Window“. Dazu posierten sich alle vier und Claus rund um das Mikro in der Mitte. Fran sang mit Gitarre, Dougie, Claes und Andy machten die Backgroundsänger und Neil rasselte mit der Schelle den Takt. Sehr schöne Version des Stücks.

Von mir aus hätten sie noch stundenlang weiter spielen können, denn jetzt muss ich sicherlich wieder ewig warten, bis die tollen Schotten erneut auf der Bühne stehen. Für mich waren sie definitiv wie ein doppelter Espresso mit Absinth wie der Ansager zuvor verkündete. Gut gelaunt und voller Energie- da ging sie ab die Luzi in der Großen Freiheit 36 mit Travis. :)

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