Mixtape

Ein bunter Bandsalat aus der Musikkonserve

Blut, Schweiß und Tränen

3 Kommentare

Jägermeister Rockliga oder das Konzert von Moneybrother, Support: Eskobar und The Cinematics

Eigentlich sollte es ein Wettbewerb sein, allerdings war mir von vorn herein klar, dass der Herr Monetenbruder das Rennen machen wird. Deswegen war ich auch nicht überrascht, als der Applausometer bei ihm die höchste Wertung anzeigte. Der junge Typ schräg vor mir hat sein übriges dazu getan und seine Stimmbänder sowie Handflächen für den aufgedrehten Schweden sehr strapaziert. Nun gut.

Begonnen hatten ebenfalls Schweden, Eskobar nämlich. Bei ihnen war das Hamburger Grünspan noch weniger voll und die Leute weniger warm. Auch der Ton war alles andere als gut. Der Sänger mit Schal und einigen Stimmproblemen, doch die Songs an sich gut. Sie spielten sehr viel von ihrem ersten Album „Till we’re dead“.
Ein Hoch auf den Schlagzeuger, der mir am besten gefallen hat, weil er ordentlich rumdreschte und somit den Sound bestimmte. Leider gab’s wegen all der Widrigkeiten für Eskobar nur mäßigen Applaus, selbst die paar lauten Fans konnten den Rest nicht zum Mitklatschen animieren. Schade.

The Cinematics waren mir persönlich unbekannt. Doch weil noch relativ neu, baute die Band ihr Set selbst mit auf. So bekam man gleich einen Eindruck, mit wem man es zu tun hatte- Schotten in ordentlichen Hemden, mit Röhrenjeans, schlacksig und einer mit einer überdimensionalen Brille. Bewegungstechnisch hatten sie was von Franz Ferdinand und Konsorten, die sich auch immer so zackig und ruckartig zu ihrer Musik bewegen.
Trotz des stark blutenden Daumens vom Sänger (Pflaster hielt nicht, muss aber schmerzhaft gewesen sein, so wie er immer sein Gesicht zwischen den Songs verzerrte) machten sie ihre Sache gut und haben das nun doch schon zahlreichere Publikum mitgerissen. The Cinematics haben Spaß gemacht!

Nach der zweiten Umbaupause kam dann Moneybrother, wegen dem die meisten da waren. Das Publikum quetschte sich nun immer weiter Richtung Bühne, die Leute waren warm, voll von Bier und gelöst. Wahrscheinlich hat deswegen das Publikum auch gejodelt, obwohl er so üble Schnulzensongs spielte. Und es waren wirkliche Schnulzensong. Solche mit theatralischen Pausen, viel Saxophongejammer (der Rockabillityp an diesem Instrument war trotzdem irgendwie klasse) und schmerzverzerrten Gesichtern. Der Sound war nun zwar besser, allerdings viel zu laut. Selbst „They’re building walls around us“ war leider nur laut und live nicht toll. Der großen Fanschar war’s aber egal. Sie tobte und klatschte.

Drei Bands für den Preis waren klasse, getanzt wurde auch, dennoch ein unfairer Wettkampf, wenn man mich fragt. Aber das macht ja keiner.

P.S.: Einen lieben Gruß an den Mann, der der kleinen blonden mit Bier eine kurze Abkühlung verschaffte. Kleine Mädchen sollten sowieso nicht so lange unter der Woche aufbleiben und Bier trinken. Davon fangen sie nur wild an zu zappeln und rempeln die Umstehenden an. Schlimm solche aufgedrehten Gören. Deswegen: Danke! ;)

3 thoughts on “Blut, Schweiß und Tränen

  1. Moneybrother ist eh voll der Schnulzenkopf finde ich. Ein hoch auf die Cinematics, die Sieger der Herzen.

  2. Das hast du schön gesagt! *schmelz dahin*

  3. Die hätte ich auch alle gern gesehen. :)

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