Mixtape

Ein bunter Bandsalat aus der Musikkonserve

Gefährliches Unterfangen

5 Kommentare

Als der Vertreter des Rosa Riesen an diesem Morgen zur Arbeit ging, wusste er noch nicht, was der Tag bringen würde. Es sollte nichts Gutes sein.

Er stapfte pfeifend und trällernd den Weg zum Lebkuchenhochhaus, klopfte sich beim Betreten den Schnee von den Schuhen und machte sich auf den Weg nach oben zu den Leibeigenen des Rosa Riesen.
Er klingelte. Schnaufend und fluchend wurde das Schloss entriegelt. Die kleine blonde Hexe Plapperia machte die Tür auf und lugte durch einen kleinen Spalt.
„Guten Tag, ich bin vom Rosa Riesen, ich soll“, fing der Vertreter an, doch weiter kam er nicht. Schimpfend fiel ihm die Hexe ins Wort:
„Das kann doch wohl alles nicht wahr sein! Hat man denn hier in diesem Haus nie seine Ruhe?! Ständig klingelt und klopft es. Scheren Sie sich zum Teufel!!“
Vom Gezeter seiner Herrin erwacht, stürmte der verzauberte Türstopper auf den Flur und unterstütze sein Frauchen tätkraftig mit lauten Gekläffe.
„Aber werte Dame“, fing der irritierte Vertreter wieder an, „ich möchte doch nur überprüfen, ob Ihre Dosentelefonleitungen noch intakt sind.“
„Das sagen Sie alle! Sie wollen mir doch sowieso wieder nur was andrehen. Ich habe aber schon alles. Und wenn Sie jetzt nicht bald verschwinden, dann werde ich Sie in eine fette Kröte verwandeln!“
„Meine werte Dame, ich möchte doch wirklich nur…“, da knarrte plötzlich die Tür hinter ihm. Hervor trat Hexe Smokina, die der Lärm beim Drehen ihrer Räucherstäbchen störte. Sie wollte nachsehen, was dort draußen vor sich ging. Es war ein gefundenes Fressen!
„Ach, schon wieder so einer!“, hustete sie in den Flur hinaus. „Na Bürschen, du traust dich ja was.“
Der Vertreter des Rosa Riesen war nun umzingelt von den beiden Hexen, die ihn wild beschimpften. Dazu bellte der verzauberte Türstoppper unaufhörlich und sprang an seinen Hosenbeinen hoch. Eingeschüchtert versuchte sich der Vertreter weiter zu rechtfertigen. Sein Stimmchen wurde jedoch von den beiden Hexen übertönt. Unschuldig lächelnd verabschiedete er sich dann auch bald höflich von ihnen.
„Ich komme dann ein anderes Mal“, hörte man ihn nur noch sagen, während er die Treppen schon wieder hinunter hastete.
„Hoffentlich nicht!“, keifte ihn Hexe Plapperia hinterher. Die beiden Hexen schauten sich mit Genugtuung an und lächelten.
„Das haben wir gut hinbekommen, nicht wahr?!“, meinte Hexe Plapperia.
„Na klar“, sagte Hexe Smokina, „zusammen schaffen wir sie alle. Und zwar aus dem Haus!“
Schallend lachend gingen die beiden Hexen und der verzauberte Türstopper wieder in ihre Wohnungen und auf dem Flur war Ruhe.

Der Vertreter des Rosa Riesen jedoch ließ sich in ein anderes Wohngebiet versetzen.

5 thoughts on “Gefährliches Unterfangen

  1. Hm, traurig. Wieder ein Leben zerstört.

  2. Au wei!!!!!!!!!!!!!! Was geht denn da? Den blöden Hexen hätte ich die Fresse poliert. Was machen die schon den ganzen tag, außer Krötenbeinpuddingsuppe zu köcheln oder Räucherstäbchen zu inhalieren? Da hätten se auch echt mal höflich zu dem armen Schweinemann sein können. Arschtussis ey!

  3. Ui Anj, du bist ja richtig auf Krawall gebürstet!

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