Mixtape

Ein bunter Bandsalat aus der Musikkonserve

Kokon

5 Kommentare

Es muss im Jahre 2008 gewesen sei, da sich Mopsi auf den Weg machte den Spaniern das Fürchten zu lehren. Sie packte ihren kleinen Drahtesel voll bis oben hin mit Zelt, Bikini, Schlafsack und einem fünf Liter Kanister Wasser. Außerdem hatte sie noch ihren Coach JP dabei, der sie immer wieder zu neuen Höchstleistungen antreiben sollte und ihr analoges Navigationsgerät war.


Von Barcelona aus ging es nach Sitges, um irgendwann -innerhalb von 10 Tagen- in Valencia/Alicante anzukommen. Nach dem ersten entspannten Tag in Barcelona, wo sie nur mit ihrem Bike etwas rumcruiste und sich Gaudí und Co. ansah, musste sie dann feststellen, dass es keinen Weg vorbei an den Bergen gab. Selbst unten in Küstennähe nur Berge. Die ersten Anstiege waren ein Klacks, was für Anfänger, Babies. Pah! Die nächsten Anstiege hingegen waren überaus fies. Mopsis zarte Beinchen spannten sich an, die Muskeln traten hervor, die Adern wölbten sich über die strammen Waden, ihr Hände krallten sich an den Lenker, sodass ihre Knöchel weiß hervortraten. Sie schaltete in den ersten Gang, gaaaanz weit runter und zog sich Atemzug um Atemzug die Serpentinen hoch, die sich wie eine Boa Constrictor empor schlängelten. Ihr Coach feuerte sie an, fuhr hinter ihr, rief ihr Worte des Zuspruchs entgegen. Mopsi ächzte und stöhnte. Schweißperlen rannen brennend in ihre Augen, die keinen Blick mehr für die Schönheit der Natur und Umgebung hatten. Ihre Lunge brannte, doch trotz allem trat sie ein ums andere Mal weiter fest in die Pedale. Stur wie ein Esel erklomm sie diese nie endende Kurve und hinter jeder Ecke zuckte sie kurz in sich zusammen, als sie sah, welche Steigung demnächst kommen sollte. Sie trotzte ihren Gefühlen und zog weiter. Nah heranfahrende LKW und PKW hupten wütent und ermunternd zugleich, Beifahrer winkten. Mopsi hatte dafür kein Auge. Wie in Trance kletterte sie diesen Berg empor. Oben angekommen war sie nicht mehr die selbe. Nein, sie war Powermopsi! Unbeirrt und unbeeindruckt all der Widrigkeiten stand sie da. Ihr Haar wehte im Wind, die Sonne brannte auf sie hernieder und ließ ihre schweißüberzogene Haut glitzern. Die Augen unter ihrer Sonnenbrille funkelten- sie hatte es geschafft. Ihr Coach klopfte ihr ermunternd und stolz wie Bolle auf die Schultern. Das hätte er nicht erwartet. Doch Mopsi hatte es allen gezeigt. Allen! Sogar sich selbst.

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The Return of Powermopsi – dieses Jahr im Raum Frankreich und Spanien.
In 10 Tagen von Toulouse über Montpellier nach Barcelona.

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5 thoughts on “Kokon

  1. Wow – davor hab ich großen Respekt! Ich mache dieses Jahr eine große Deutschlandtour. Auch auf zwei Rädern. Aber mit Motor ;)

  2. einen lieben, wehmütigen gruss an montpellier, wenn sie vorbeikommen…

  3. Wird gemacht, Herr Ast! :) Gibt es da etwas besonders schönes zu sehen, irgendwelche Tipps?

  4. Go, Powermopsi! Powermopsi, wir glauben an dich!

  5. Danke. *knutsch* Dit motiviert!

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