Mixtape

Ein bunter Bandsalat aus der Musikkonserve


4 Kommentare

Laut, los!

BildIch habe das ganz große Bedürfnis auf ein Konzert zu gehen. Ich weiß nur gerade nicht wohin, weil ich noch nicht nachgeschaut habe, welche Band wo spielt. Aber kennt ihr das auch, wenn es so kribbelt in einem und man sich nach dem Gefühl sehnt, den Künstlern ganz nah zu sein, laut in der Menge mitzusingen oder zu gröhlen und die Musik ganz laut und ganz nah an einem dran und in einem drin zu spüren? Wenn das Herz im Takt der Bässe wummert und man merkt, wie der Schall die Härchen auf den Armen aufstellt? Ich brauche das gerade ganz dringend.

Bild

(Bilder vom Keane Konzert, November 2012, im Tempodrom, Berlin)


2 Kommentare

Na endlich!

Endlich ist 2012 vorbei, ich kann wieder bloggen und hier wieder aufs Neue meinen Unsinn verbreiten oder Fotos oder peinliche Musikvideos oder oder oder. Ick freu mir! Ich hoffe, 2013 wird besser als das alte Jahr. Das war so alles in allem nicht so pralle. Bis auf den Anfang vielleicht, wo zig Luftballons in den Himmel stiegen, Tränen kullerten und ein großer pinker Ring überreicht wurde. Ja, das war ein schöner Moment. Danach Hickhack, Streiterei, Stress, Jubel Trubel bla bla bla. Kann nur besser werden das neue Jahr. (Vielleicht nicht für euch als Leser, wenn ich jetzt schon blöde Reime mache. Hehe.)
Wie dem auch sei, hier erstmal ein paar Winterbilder aus Plön, Anfang Dezember 2012:

IMG_1146_web IMG_1147web IMG_1153web IMG_1162web IMG_1175webIMG_1160web


6 Kommentare

Musik bei Tag wie bei Nacht ist immergut

Letztes Jahr noch war ich total hibbelig und gespannt, was mich auf meinem ersten Festival erwarten würde. Dieses Jahr erkläre ich zwei Mädels im Zug total abgeklärt und unaufgeregt, was sie an diesem Wochenende wohl erleben werden und gratuliere ihnen dazu, dass sie an Klopapier und Ohropax gedacht haben. Dieses Jahr schleppe ich mich auch nicht mit Enweggrills, Wasserflaschen und jeder Menge Knabbereien ab, nein, ich baue mein Zelt auf und gehe mit meiner Begleiterin erstmal locker und chillig zum Kaufland, um dann in der Sonne noch ein halbes Hähnchen zu verputzen, ehe wir uns in die Masse und vor die Bühne drängen. Dieses Jahr weiß ich auch, wie man Bierflaschen mit ’nem Feuerzeig öffnet, was ich pausbackigen Jungs auch erstmal vorführe. Ein staunendes „Oooh! Kannste das nochmal zeigen?“ und Begeisterung waren der Lohn für meinen gelungenen Auftritt. Ich bin so ein cooles Indiefestivalkind, wow!

Letztes Jahr kannte ich immerhin einige Bands und habe mich schon im Vorfeld übelst auf sie gefreut. Dieses Jahr kannte ich nicht mal eine Hand voll und bin nun neu verliebt. Große glänzende Augen und ein offener Mund oder auch ein seeliges Lächeln entrückten mir und sprudelten in purer Beigeisterung über. Danke ans immergut Festival für Efterklang, James Yuill, Talking to Turtles und Bonaparte.

Was hingegen letztes und dieses Jahr gleich war, waren die kalten Nächte, die warmen Tage und die Mückenstiche. Durch die Hose durch. Und ich soll doch nicht kratzen, hat man mir gesagt. Arg!


5 Kommentare

Clear Skies

Wenn sich die Kassio freut wie eine Schneekönigin, dann macht sie entweder gerade ein neues Glas Nutella auf und schnuppert am Nussnougat. Oder Keane haben wieder ein neues Lied draußen. Es ist letzteres! Hibbelig und wie bei den ersten Liedern der anderen drei Alben stellte sich auch hier sofort dieses wohlige Kribbeln im Bauch, das enthusiastische Quieken, das strahlende Grinsen ein. Clear Skies heißt die Vorabsingle zur EP „Night Train“. Und wie schon bei ihrem letzten Album „Perfect Symmetry“ überraschen sie wieder mit neuem Sound, dennoch sind es unverkennbar Keane. Hört selbst: Clear Skies Herz auf, Lied rein, Herz zu.

Jetzt heißt es nur noch geduldig bis zur Veröffentlichung im Mai warten und derweil das Lied in Dauerrotation hören.


3 Kommentare

Music is the flower of winter

Es war gestern ein typischer Herbstabend, kalt, leicht nieselig, neblig. Was passt da besser als ein Konzert der Kings of Convenience!

So fuhren meine Kollegin und ich also durch die Hamburger Herbstnacht zu einem kleinen Fabrikgebäude irgendwo in Hamburg. Kaum angekommen öffneten sich die Türen und wir machten es uns auf der Tribüne bequem. Wir fanden beide, dass man bei dieser ruhigen Musik auch mal im Sitzen genießen dürfe und sich nicht unbedingt mit den eingefleischten Fans vor der Bühne um die besten Plätze rangeln müsse. Weiterlesen


11 Kommentare

Investigativjournalismus mit Musik

Am Wochenende geht’s los, raus in die weite Welt. Dann werde ich doch mal das tun, was die 16-jährigen Kiddies jedes Jahr und am liebesten mehrmals machen: Ein Festival besuchen.

Natürlich mache ich das ganze nicht zum Spaß. Ich werde prüfen, ob die Klischees, die ich habe, wirklich stimmen. Kotzt mir jemand aufs/ vors/ ins *örks*/ neben das Zelt, gibt es wilde Orgien im Sonnenuntergang, FKK am Festivalsee, werde ich kiffen und mit gröhlenden, verschwitzen Kids pogen? Sollte es wirklich stimmen, das man sich morgens mit Bier statt Wasser die Zähne putzt? Wird es plötzlich in Strömen regnen und alle werden im Matsch tanzen? Verspäten sich die Bands, sodass man bis in die Nacht vor der Bühne lungert? Esse ich schon zum Frühstück kalte Ravioli aus der Dose? Gibt es Geknutsche unter Wildfremden?

Ich weiß es nicht, ich ahne aber schlimmes. Und ich werde es herausfinden!


5 Kommentare

Morning Glory

All your dreams are made
When you’re chained to your mirror with your razor blade
Today’s the day that all the world will see
Another sunny afternoon
I’m walking to the sound of your favorite tune
Tomorrow never knows what it doesn’t know too soon […]

(Oasis – Morning Glory)

*

Am Freitag war es in Hamburg daran, sich die coolsten Typen aus Manchester anzugucken, die je aus Manchester exportiert wurden – OASIS.

Los ging’s mit einer grottigen Vorband deren Namen ich hier nicht nennen will. Ich hatte das Gefühl in einer Behörde eine Nummer ziehen zu müssen, ehe ich zu Oasis vordringen konnte. Nach einer gefühlten Stunde, die allerdings nur zwanzig Minuten waren, spielten sie immer noch ihre Krachmachermusik. Eine halbe Stunde haben sie die Zuhörer gefoltert, die mehrmals zum Bierstand geflohen sind.

Nach der Band wies mich ein eingefleischter Oasisfan darauf hin, dass ich ja nicht zu viel erwarten solle, keine große Show und nix. Wenn wir Glück haben, sagt Liam drei Sätze zum Publikum, aber das wäre es dann auch schon. Da sollte er sich gewaltig täuschen. Nach dem Konzert sagten viele, dass es seit langen wieder eines der besten Auftritte der Band war. Ich fand es in jedem Fall grandios! Hit an Hit reihte sich da auf, tolle Lichteffekte und Videoprojektionen gabs zu sehen und dank der Leinwände sah ich auch Liam, Noel & Co. auf der Bühne. Ich stand nämlich sehr weit hinten. Dennoch waren Stimmung und Atmosphäre super und die ein oder andere Bierdusche gab es kostenlos dazu. „Morning Glory“ hätten sie gleich nochmal spielen können und bei „Masterplan“ bekam ich eine fette Gänsehaut und das neue „The shock of the lightning“ war auch ein Kracher! Herrlich!
Noel faselte wohl irgendwas von Lord of the rings, das ging allerdings im Jubel unter und kam bei mir hinten nicht mehr an.  Sie waren eh sehr gesprächig, was selbst den eingefleischten Oasisfan aufhorchen lies.

Nach 1 3/4 Stunde verließ die geballte Coolness dann die Bühne und ließ uns leicht enttäuscht, weil irgendwie zu kurz, aber glücklich zurück! ^^

Image Hosted by ImageShack.us

*

Ich hingegen hatte vergessen mir meine Kotteletten anzukleben und meine Fliegerbrille aufzusetzen. Einige Mädels hatten das jedenfalls getan. Doch irgendwie hätte ich mehr Liam-Lookalikes erwartet. Naja, man kann nicht alles haben.