Mixtape

Ein bunter Bandsalat aus der Musikkonserve


Ein Kommentar

Hameln

Diese kleine Karte macht sich heute auf den Weg zur Freundin in Hameln. Als ich hörte, dass sie dort hin zieht, musste ich einfach eine Ratte zeichnen. Diesmal mit meinem Grafiktablett, was ich schon viel zu lange missachtet habe.

ratte

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Eiseskälte

Eskimo Er stand draußen vor der Hütte in bunten Shorts, die hawaiianische Blumenkette wehte leicht in der warmen Sommerluft. Es duftete nach rosanen Blüten und die Vögel zwitscherten ihr Lied. Sein Bauch kribbelte vor Aufregung, gleich würde er seinem potentiellen neuen Chef gegenüber stehen. Noch einmal tief einatment und den letzten klaren Gedanken festhaltend, ging er auf die Tür zu, klingelte und wurde herein gebeten.

Eisiger Wind blies ihm entgegen, seine Kette verwandelte sich knisternd zu Eisblumen, Schneeflocken wehten ihm ins Gesicht. Er trat in einen blauen Saal, doch er glitzerte nicht, er war einfach nur kalt. Er fror bitterlich. Sich umsehend wurde er in einen weiteren Saal gebeten. Die Empfangsdame reichte ihm milde lächeld eine Tasse heißen Kaffee und huschte davon.

Er ging auf den Raum am Ende des Ganges zu. Sein Blick wanderte während dessen an den Arbeitern vorbei. Ihre braune Haut war überzogen von kleinen Frostkristallen, ihre Nasen trieften rotleuchtend und das einzig warme in diesem Zimmer waren die Heizkissen, die leise surrend an Rücken und Füßen lagen.

Dann stand er vor ihr. Die Schneekönigin, die bald seine Chefin sein sollte saß vor ihm. Ihr Zimmer war noch ein ganzes Stück kälter. An ihrem Kronleuchter hingen Eiszapfen und in einer grauschimmernden Ecke lag ein Eisbärenfell mit weit aufgerissenem Maul. Sie verzog keine Miene, als er eintrat.

Als sie ihn über das Unternehmen und seine Arbeit unterrichtete, stieß ihm ihr Atem ins Gesicht, er roch nach Eisbonbon. In den Pausen, in denen sie die frostige Luft durch ihre Zähne zog, hörte er die Angestellten draußen bibbern und niesen. Er selbst spürte seine Zehen kaum noch. Sein Lächeln war bereits eingefroren und er nickte nur noch, als sie ihm sagte, er solle sich melden und ihr seine Entscheidung mitteilen.

Endlich war er wieder draußen. Er merkte wie seine Glieder langsam aber sicher wieder auftauten. Seine Blütenkette schmolz in den goldenen Sonnanstrahlen dahin.
Nein, sagte er sich, trotz des vielen Geldes, aber in diesem Gefrierschrank werde ich sicher nicht arbeiten.


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Für Bloghühner und Bloghähne

Die Anika hat was feines ausgebrütet und nun ist es geschlüpft:

Das Berliner BloggerInnen-Treffen in einem schmucken Café in Berlin Friedrichshain!

Wer aus Berlin ist, einen Blog hat und gerne mal die anderen Berliner Blogger hautnah zutexten und live kommentieren möchte, der sollte der Körnerspur folgen und Anika flink eine Mail schreiben. Ich bin natürlich auch dabei.

Genauere Infos in ihrem Blog


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weitergemacht

[…] Afterhour vor der Hour, weitergemacht.
3 Tage wach, jetzt wirst du langsam schwach.

Volle Kanne Einwurf, 3 Tage wach
Paniert und Ding Dong Ding Dong, 3 Tage wach.

Bunte Pille Fete, 3 Tage wach
Puls wie ne Rakete, 3 Tage wach
Punkt Punkt komma klar, 3 Tage wach
Du warst gestern auch schon da 3 Tage wach. […]

(3 Tage wach – Lützenkirchen)

*

Heute ist zwar erst der 29. Februar (Ob der sich diskreminiert fühlt, weil er nur alle vier Jahre er selbst sein darf?), aber ich bin schon voll auf Ostern. Sämtliches Gehalt wird in Osterdeko, Ostergeschenke, Osterkarten und Osteraufkleber investiert, gegessen werden dann nur noch Ostereier, mehr ist nicht drin. Diese doofen Festtage, die aus mir immer ein ferngesteuertes Konsumopfer machen und mich dabei auch noch debil grinsen lassen. Ich erinnere nur an die Weihnachtszeit. Es ist ein Jammer. Allerdings muss ja einer die Schokohasen aus den Regalen kaufen.